Die Einkaufsbranche hat sich in den letzten 10-15 Jahren dramatisch verändert. Während der Beschaffungsprofi anfangs „nur“ eine Aufgabe war, die Geschäftskontakte, Bestellungen und Verträge verwaltete, spielt der Einkaufschef heute eine zunehmend strategische Rolle und muss über funktionsübergreifende Fähigkeiten verfügen, die zum Beispiel Risikomanagement, Nachhaltigkeit, Kategorie- und Änderungsmanagement umfassen.

Wer sich mit der Beschaffung befasst, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor, spielt in der Tat eine fundamentale Rolle bei der Umsetzung der Unternehmensvision und der relativen Innovationsfähigkeit. eProcurement unterstützt Einkäufer und Einkaufschefs bei dieser Herausforderung, vor allem weil es ihnen ermöglicht, große Datenmengen zu verarbeiten und Informationen zu erhalten, die sonst unmöglich zu sammeln gewesen wären.

Daten müssen in den Mittelpunkt jeder Geschäftsentscheidung gestellt werden, und unter anderem dank neuer Technologien wie KI, maschinelles Lernen und Big-Data-Analysen entwickeln sich die Erfassungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten von eProcurement-Plattformen rasant weiter. Infolgedessen hat sich der Fokus der Einkäufer und Einkaufschefs erheblich erweitert, und ihre Fähigkeiten müssen das Gleiche tun.

Die Pandemie hat einen Prozess der Erneuerung der Position des Beschaffungsbeauftragten beschleunigt, der schon vor einiger Zeit begonnen hatte, insbesondere was die Einstellung zum Einsatz von Technologie betrifft. Viele Unternehmen haben in der Tat ihre Lieferketten umgestaltet, indem sie, auch aus Gründen der Dringlichkeit, neue digitale Lösungen, einschließlich integrierter eProcurement-Plattformen, eingeführt haben.

Um die Vorteile des Wandels voll auszuschöpfen, ist es unerlässlich, eine Zentralisierung von Informationen zu implementieren; Daten müssen über Unternehmensstrukturen hinweg gemeinsam genutzt werden, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Ressourcen ganzheitlich besser zuzuordnen.

Moderne Beschaffungslösungen wie vortalvision ermöglichen die Verarbeitung großer Datenmengen, das Problem ist das Wissen, wie diese effektiv genutzt werden können. So kommt es immer noch vor, dass Daten von verschiedenen Systemen gesammelt werden, die nicht zusammenarbeiten können, und dass die daraus resultierende Analyse nur teilweise erfolgt und wenig Wert für das Unternehmen bringt.

Der eigentliche Schlüssel liegt also in der Korrelation zwischen Daten, die verschiedene Dimensionen/Phasen der Beschaffung und andere Geschäftsfunktionen wie Logistik und Finanzen betreffen. Je mehr Korrelationen hergestellt werden, desto größer ist die Fähigkeit, durch Datenanalyse Innovationen zu generieren.

Beschaffungsplattformen helfen auch bei der Entwicklung der Fähigkeiten engagierter Mitarbeiter, indem sie die Anwendung von Best Practices erleichtern. Ein Beispiel dafür ist die Automatisierung der einfachsten und sich am häufigsten wiederholenden Einkäufe, was Zeit spart und die Effizienz steigert – eine Praxis, die seit einigen Jahren durch Technologie ermöglicht wird.

Künstliche Intelligenz und Deep Learning, angewandt auf die Beschaffung, gehören sicherlich zu den interessantesten neuen Technologien, die es zu erforschen gilt. Und genau in diesen Bereich hat VORTAL in den letzten Jahren investiert, um die Interoperabilität seiner Plattform und die Entwicklung von Business Intelligence-Tools zu ermöglichen.

Bevor jedoch die Vorteile dieser neuen Technologien aktiviert werden können, müssen die Einkaufsprozesse vollständig computerisiert und umfassend und effektiv genutzt werden. In diesem historischen Moment ist es zunächst von grundlegender Bedeutung, alle Phasen der Beschaffung zu digitalisieren, wobei darauf zu achten ist, die Interoperabilität der Daten zwischen verschiedenen Systemen zu gewährleisten, damit dank der technologischen Innovation neue ehrgeizige Ziele definiert und erreicht werden können. Die eProcurement-Plattformen dürfen daher nicht länger als Werkzeuge betrachtet werden, die einfach nur die Effizienz der Prozesse steigern, was ich für selbstverständlich halten würde, sondern als strategische Assets, die Innovationen ermöglichen.